

Fast ist es schon eine kleine Tradition, dass wir, das GAT, am Lesewettbewerb Französisch an der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln teilnehmen.
Seit 2019 werden zwei Schülerinnen bzw. Schüler ins Rennen geschickt, sodass zunächst eine schulinterne Vorauswahl getroffen wird. Nachdem bereits hier ein hohes Vorleseniveau an den Tag gelegt wurde, stand schließlich fest, dass Pia Stahl und Anouk Dekleermaeker die besondere Möglichkeit bekommen, die Schule in Köln zu vertreten.
Am 20. März war es dann so weit: mit jeweils einem vorbereiteten und mit Frau Kreikebaum geübtem Text im Rucksack, ging es morgens mit Begleitung von Frau Kretschmer nach Köln. In der Aula der Kaiserin-Augusta-Schule angekommen, wurden alle im offiziellen Rahmen herzlich willkommen geheißen. Unter anderem die bewegende Rede von Pr. Dr. Siepmann, Ehrenmitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft Köln, machte deutlich, dass es nicht darum gehe, jedes Accent perfekt zu betonen oder jede Nasalierung einwandfrei zu beherrschen, sondern dem Text eine Stimme zu verleihen, damit Geschichten zum Leben zu erwecken und seinen eigenen Charakter einzuhauchen. „Lektüren sind dazu da, sich selber dadurch besser zu verstehen“, machte er deutlich. Dass das Vorlesen gerade auf Französisch wichtig sei, blieb auch in den weiteren Worten nicht unerwähnt, denn Französisch verbinde Menschen und Länder.
Für zwei Tage lag das politische Zentrum Europas nicht in Brüssel, sondern mitten in Troisdorf
Beim EU-Planspiel 2026 am Gymnasium Zum Altenfrost diskutierte die Q1 über Asyl- und Migrationspolitik, schmieden politische Allianzen und lernten nebenbei, dass europäische Politik vor allem eins ist: kompliziert.
Am 25. und 26. Februar 2026 verwandelte sich die Aula des Gymnasiums Zum Altenforst in einen Ort europäischer Politik. Die gesamte Jahrgangsstufe Q1 nahm an einem zweitägigen Planspiel zur Asyl- und Migrationspolitik der Europäischen Union teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Friedrich-Ebert-Stiftung, deren Mentorinnen die Schülerinnen und Schüler durch die Simulation führten.
Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden zunächst einen interaktiven Einblick in die Grundlagen von Demokratie und die Funktionsweise der Europäischen Union. Anschließend wurden die Rollen ausgelost: Einige vertraten Mitgliedstaaten im Ministerrat, andere Parteien im Europäischen Parlament. Zusätzlich gab es Vertreter der EU-Kommission, Lobbygruppen sowie eine Pressegruppe, die das politische Geschehen begleitete.
Für viele bestand die Herausforderung darin, Positionen zu vertreten, die nicht unbedingt den eigenen Überzeugungen entsprachen. Doch genau das sorgte für einige der interessantesten Momente. Plötzlich mussten überzeugte Idealisten harte Grenzpolitik verteidigen, während andere sich als leidenschaftliche Verfechter der europäischen Solidarität wiederfanden. Dennoch zeigte sich schnell, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler in ihren Rollen aufgingen. In verschiedenen Räumen begannen intensive Verhandlungen, bei denen Argumente ausgetauscht, Allianzen geschmiedet und Kompromisse gesucht wurden.
Wie kann eine demokratische Kultur gestärkt werden, in der Meinungsverschiedenheiten durch sachlichen Austausch und überzeugende Argumente geklärt werden – und nicht durch Vereinfachungen, Lautstärke oder Stammtischparolen?
Das Gymnasium Zum Altenforst setzt hier ein klares Zeichen und beteiligt sich auch in diesem Jahr am Wettbewerb Jugend debattiert. Am Mittwoch, dem 4. Februar 2025, fand dazu der vierte Schulwettbewerb statt. Debattiert wurde die Streitfrage: „Soll es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen alten und neuen Bundesländern geben?“
Für die Pro-Seite traten Eva Cepoi und Jan Bühler (beide Q1) an. Die Contra-Position vertraten Aleksander Ostrowski (EF) sowie Salma Nuhu (Q1), die kurzfristig und außer Konkurrenz eingesprungen war.
Im Zentrum der Debatte stand zunächst die Frage der Finanzierung. Die Contra-Seite argumentierte, dass ein solcher Austausch möglicherweise auf Kosten deutlich attraktiverer Auslandsaufenthalte gehen und entsprechende Fördermittel umverteilt werden müssten. Darüber hinaus wurde die Sinnhaftigkeit der Maßnahme grundsätzlich hinterfragt: Ein Austausch zwischen Ost und West könne bestehende Unterschiede eher betonen als abbauen und so neue Trennlinien schaffen.
Demgegenüber hob die Pro-Seite die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte hervor. Ein regelmäßiger Austausch biete die Chance zum Perspektivwechsel und könne langfristig zu mehr gegenseitigem Verständnis beitragen – und damit dazu, vermeintliche Gegensätze zwischen „Ossis“ und „Wessis“ zu überwinden.
Die Jury, bestehend aus Frau van Baal, Herrn von Schlichting, Frau Jodl sowie der frisch ausgebildeten Jurorin Ivana Kautz (Q1), stand anschließend vor der anspruchsvollen Aufgabe, eine Entscheidung zu treffen. Am Ende fiel diese knapp aus: Jan Bühler ging als Schulsieger hervor, Eva Cepoi belegte den zweiten Platz. Beide werden das Gymnasium Zum Altenforst beim Regionalwettbewerb in Bonn vertreten.
Das GAT gratuliert herzlich und bedankt sich bei allen Teilnehmer*innen für ihr Engagement, ihre Spontaneität und ihren Beitrag zu einer lebendigen Debattenkultur.
Das Schulministerium hat mitgeteilt, dass alle Schule den Landes NRW morgen, 12.01.2026 wegen Unwetter (Eisglätte) geschlossen bleiben und Distanzunterricht angeordnet ist (https://www.schulministerium.nrw/).
Bitte schicken Sie Ihre Kinder morgen nicht zur Schule, eine Notbetreuung ist nicht eingerichtet.
Der Unterricht findet auf Distanz statt, d.h. die Lehrkäfte entscheiden, ob Videokonferenzen stattfinden oder z.B. Lernaufgaben gestellt werden. Klassenarbeiten finden morgen nicht statt.